Dieser Name ist nicht am Schreibtisch entstanden
Es gibt Marken, die werden am Schreibtisch erfunden. Mit Moodboard, Positionierungsworkshop, drei Runden Namensfindung und irgendeiner Agentur, die am Ende erklärt, warum das alles strategisch maximal sinnvoll ist. Und dann gibt es Namen, die entstehen anders. Echter. Ungeplanter. Und ehrlich gesagt auch viel schöner.
Der Name SEELENfotogräfin® ist nicht entstanden, weil ich irgendwann morgens aufgewacht bin und dachte: So. Das nenne ich mich jetzt mal. Klingt ja nett. Ganz im Gegenteil. Dieser Begriff kam nicht von mir. Er kam von außen. Immer wieder. Über Jahre.

Was Menschen in meinen Portraits gesehen haben
Von meinen Kundinnen. Von deren Umfeld. Von Menschen, die die Portraits gesehen haben und darin etwas erkannt haben, das weit über ein schönes Foto hinausging. Da kamen Sätze wie: „Wow, Ines, Du hast die Seele von mir eingefangen.“ Oder die Seele meiner Mutter. Meiner Tochter. Meiner Schwester. Meiner besten Freundin. Meiner Frau. Und irgendwann kam immer öfter derselbe Satz zurück: „Du bist eine wahre Seelenfotografin.“
Warum ich dieses Wort erst gar nicht annehmen konnte
Und jetzt kommt der Teil, den ich rückblickend fast am spannendsten finde: Ich habe das anfangs gar nicht richtig gehört. Natürlich habe ich das Wort akustisch verstanden, es kam bis zur Ohrmuschel. Aber es ging nicht in mein System rein. Kennst Du das, wenn Menschen Dir etwas spiegeln, das sich so groß anfühlt, dass Du innerlich sofort denkst: Nee. Das kann unmöglich ich sein. Genau so war das bei mir.
Dieses Wort war da. Immer wieder. Aber ich habe es nicht wirklich genommen. Vielleicht, weil ich Respekt davor hatte. Vielleicht, weil ich dachte: Wow. Das sind ganz schön große Schuhe. Die fülle ich doch gar nicht aus.
Der Moment, in dem ich verstanden habe, dass es passt
Und weil ich nun mal ein Mensch bin, der nachdenkt und reflektiert, habe ich irgendwann angefangen, genauer hinzuschauen. Ist das wirklich das, was ich tue? Darf ich das überhaupt so annehmen? Ist dieser Begriff zu groß? Oder ist er vielleicht einfach nur verdammt präzise?
Irgendwann kam ich zu einem Schluss, der für mich alles verändert hat: Ja! Genau das ist es. Denn in meiner Welt hat Schönheit nichts mit der äußeren Hülle zu tun. Sie wird nicht definiert über die äussere Hülle, sondern über das, was von Innen zum Vorschein kommt. Mit dem, was von einem Menschen spürbar wird, wenn er aufhört, sich zu verstecken.

Warum SEELENfotogräfin® genau das beschreibt, was ich tue
Und wenn ich heute auf meine Arbeit schaue, dann weiß ich genau deshalb, warum Menschen dieses Wort immer wieder benutzt haben. Nicht, weil ich mir irgendetwas Mystisches umhängen wollte. Sondern weil sie in den Portraits etwas von sich erkannt haben, das tiefer ging. Etwas Echtes. Etwas Würdevolles. Etwas, das man nicht mit Oberfläche erklären kann.
Wie der eigentliche Markenname entstanden ist
Und dann wird die Geschichte noch besser. Denn der eigentliche Markenname, so wie er heute da steht, ist auf eine Weise entstanden, die ziemlich gut zu mir passt. Es war der Corona-Sommer. Wir durften uns wieder treffen. Die Nachbarsfreunde waren da, wir saßen im Garten, haben gegrillt, geredet, gefrotzelt. Und ich sage mal so: Es kann sein, dass auch ein bisschen Vino mit im Spiel war. Ganz genau wird man das heute nicht mehr rekonstruieren können.
Jedenfalls sagte die Freundin beim Herumfrozeln: „Ja, Du als Seelenfotografin …“ Und ich habe sie direkt unterbrochen und gesagt: „Halt, Stopp. Korrekterweise muss es ja eigentlich SEELENfotogräfin heißen. Wir gendern ja jetzt!“ Das war genau dieser Sommer, in dem alles gegendert wurde, was nicht bei drei auf dem Baum war. Erinnerst Du Dich noch? Wir haben gelacht. Aber wahrscheinlich war in genau diesem Moment längst klar, was daraus wird.
Warum dieser Name geblieben ist
Denn plötzlich war er da, dieser Name. Nicht geschniegelt. Nicht ausgedacht. Nicht künstlich auf Bedeutung aufgeblasen. Sondern entstanden aus echtem Feedback, echtem Leben und einem ziemlich ehrlichen Moment am Gartentisch. Und je länger ich ihn getragen habe, desto klarer wurde: Der passt.

Große Schuhe. Und genau deshalb die richtigen.
Denn natürlich ist das ein großer Name. Natürlich sind das große Schuhe. Aber vielleicht ist genau das der Punkt: Man wächst manchmal genau in die Schuhe hinein, die andere längst an einem gesehen haben, bevor man selbst bereit dafür war.
Worum es in meiner Arbeit wirklich geht
Heute trage ich diesen Namen mit Haltung. Nicht leichtfertig. Nicht als hübsches Etikett. Sondern als Erinnerung daran, worum es in meiner Arbeit wirklich geht. Nicht um Oberfläche. Nicht um gefällige Bilder. Nicht um irgendeine Version von Perfektion.
Sondern um den Menschen.
Um das, was bleibt, wenn die Fassade leiser wird. Um das, was sichtbar wird, wenn jemand sich wirklich gesehen fühlt. Um Portraits, die mehr sind als nur ein schönes Abbild.

Und genau deshalb heiße ich SEELENfotogräfin®
Nicht, weil ich mir das selbst ausgedacht habe. Sondern weil es längst da war. Ich musste es nur irgendwann endlich hören.
Vielleicht ist genau das der Punkt: Wir sehen uns selbst oft viel härter, als andere uns sehen. Und manchmal braucht es einen Blick von außen, um sich selbst wieder zu erkennen. Genau dafür kreiere ich meine Portraits.